Rechnungsversand in Italien - Was ist FatturaPA?

Elektronische Rechnungen über eine zentrale Plattform als Voraussetzung für die Mehrwertsteuer. crossinx mit Lösungen für Versand, Empfang und Archivierung von Rechnungen.

Bild eines Laptop-Screens mit einem Fattura Ordner

Seit dem 01.Januar 2019 werden in Italien alle Rechnungen elektronisch über eine zentrale Schnittstelle verschickt

Italien - Mit  Platz Sechs einer der wichtigsten Absatzmärkte für Deutschland. Vor allem Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile, Maschinen, chemische Erzeugnisse, Elektro- und optische Erzeugnisse liefern deutsche Unternehmen in das südeuropäische Land.

Umgekehrt ist Deutschland für Italien sogar der Haupthandelspartner. Die wichtigsten italienischen Exportgüter sind Maschinen und Apparate, Textilprodukte (inkl. Bekleidung, Leder, Accessoires) sowie Chemie-, Pharma- und Botanikerzeugnisse. Das gesamte Handelsvolumen lag 2017 bei 121,2 Milliarden Euro. 

Doch seit Beginn 2019 hat sich einiges bei der Abwicklung in und Lieferanten geändert. Vor allem für deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in Italien.

Seit dem 01.Januar 2019 ist es in Italien gesetzlich vorgeschrieben, alle Rechnungen elektronisch über eine zentrale Schnittstelle auszutauschen und zu übermitteln. Rechnungen die zukünftig nicht über FatturaPA verschickt werden, gelten als nicht gestellt und sind mit Sanktionen verbunden.

Bild von Made In Italy Plaketten

Was ist FatturaPA?

Das Stichwort dazu ist FatturaPA. Das steht für Fatturazione Elettronica verso la Pubblica Amministrazione und bedeutet übersetzt: “Elektronische Rechnung an die öffentliche Verwaltung”. Darunter fallen alle technischen und organisatorischen Maßnahmen zum elektronischen Rechnungsaustauch an die öffentliche Verwaltung in Italien.

Bereits seit 2015 müssen sämtliche Rechnungen an öffentliche Institutionen in elektronischer Form erstellt, signiert und über ein entsprechendes System übertragen werden - Business-to-Government (B2G). Dieses Prinzip wurde nun auch auf die Rechnungsübermittlung bei Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen ausgeweitet - Business-to-Business (B2B).

Damit folgen die Italiener einem europaweiten und schließlich auch internationalen Trend zur elektronischen Rechnung im Bereich B2G. In vielen Ländern wie Finnland und Dänemark ist dieses Vorgehen bereits seit Jahren Pflicht und vor allem lateinamerikanische Staaten wie Brasilien, Chile und Mexiko waren in dieser Hinsicht Vorreiter. Diese führten als erste die elektronische Rechnungsstellung sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich ein.

Bild eines Laptop-Screens mit Fatture Ordner

Ein zentrales Portal - das Sistema di Interscambio (SdI)

Im Kern von Fattura Pa steht das System „Sistema di Interscambio“ (SdI). Es ist die Basis, über die der gesamte Rechnungsdatentransfer erfolgen muss. Für die Anbindung an die Plattform und dem Austausch der Rechnungen stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Kleinere Unternehmen können beispielsweise kostenlos ihre Rechnungsdaten in einem Web-Interface erstellen, hochladen und versenden. Alternativ kann auch ein zertifiziertes E-Mail (PEC) verschickt werden. Jedoch relativieren sich bei diesen Verfahren die Vorteile von E-Invoicing, da der manuelle Aufwand sehr hoch ist.

Größere Unternehmen können ihr ERP-System über Schnittstellen direkt an Sdl anbinden. Somit können die Rechnungsdaten im ERP erzeugt und anschließend direkt und ohne manuellen Aufwand an das System übergeben werden

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